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19 Jul 2021

Anti-Aging: Gesundheitliche Prävention – die besten Strategien

Anti-Aging: Gesundheitliche Prävention – die besten Strategien

 

 Die Haut – der Spiegel des Alters

„Der Traum ist der beste Beweis dafür, dass wir nicht so fest in unsere Haut eingeschlossen sind, als es scheint“. 

- Friedrich Hebbel, deutscher Dichter -

Makellose Haut ist heute ein Statussymbol und das begehrteste Körpermerkmal. Unsere äussere Hülle, die Haut, ist der Spiegel unserer inneren Verfassung – der körperlichen ebenso wie der seelischen. So robust die Haut auch ist, lässt sich an ihr, im Laufe der Zeit, dennoch unser Lebensstil ablesen. Die Spuren der verflossenen Jahre zeigen sich beim einen früher, beim anderen später. 

Jahrelanger Raubbau durch Stress, ungesunde Ernährung, Alkohol, Bewegungsmangel, wenig Schlaf und Sauerstoff hinterlassen ebenso ihre Spuren wie Zigarettenqualm und allzu lange und häufige ungeschützte Aufenthalte in der Sonne. Wer seine Haut jedoch sorgsam behandelt, der kann nicht nur lange ihre Jugendlichkeit erhalten, sondern er schützt auch ihre Gesundheit.

 

Die Haut – das Multifunktionsorgan

 

Die Haut ist viel mehr als nur Kleidung oder Verpackung, sie ist ein Multifunktionsorgan wie keines sonst. Mit einer Ausdehnung von bis zu zwei Quadratmetern und einem Gewicht von bis zu zehn Kilogramm ist die Haut das grösste Organ des menschlichen Körpers. Die Haut ist ein Kompositum aus Bindegewebe, elastischen Fasern, Fettzellen, Blutgefässen, Nervenenden, Sinneszellen, Drüsen und vielem mehr – und besteht aus mehreren miteinander kommunizierenden Schichten: der dünnen Oberhaut (Epidermis) als äusserste Schicht, der Lederhaut (Dermis) als Zwischenschicht und der darunter liegenden Unterhaut.

Unsere Haut erfüllt wichtige Aufgaben. Sie schützt den Organismus vor dem Austrocknen, vor Kälte, Hitze und Sonnenstrahlung, vor Druck, Stoss und Reibung, vor Wasser und Schmutz, vor mancherlei chemischen Substanzen und vor Krankheitserregern. Als Sinnesorgan nimmt sie ständig Eindrücke aus der Umwelt auf, registriert Temperatur, Tastreize, Druck und Schmerz. Sie dient als Kühler für den Körper und als Chemiefabrik. Sie lockt mit Düften und wird zum Medium der Lust. Und sie produziert «Hautanhangs-Gebilde» wie Haare, Finger- und Fussnägel. 

Anders als Herz oder Lunge, die «einfach funktionieren sollen» und denen man Attribute wie «zuverlässig» oder «kraftvoll» zuschreibt, hat die Haut einen ganz besonderen Status: Sie ist der Teil des Körpers, der verhätschelt und herausgeputzt, geschrubbt, gesalbt und geknetet werden will. Die Haut braucht Streicheleinheiten und Liebkosungen, beschert uns aber auch Schwitzhände, eine Gänsehaut oder einen roten Kopf – aus Freude oder Wut, aus Verlegenheit oder Scham. Dann wird die Haut, durch Signale aus dem Gehirn gesteuert, zum Spiegel der Seele. Über die Jahre graben sich die Spuren unseres Lebenswandels, unserer Gewohnheiten und Eigenheiten in die Zellschichten: Verschmitzte Grübchen, gütige Lachfalten und grimmige Zornesfurchen lassen den Charakter erahnen. Verfärbungen an Hornhautballen erlauben Rückschlüsse auf Beruf und Hobbys. 

Auch die Sonne, ein wichtiger Vitamin-D-Produzent, hinterlässt Spuren. Allerdings wird der Zusammenhang zwischen Sonne und Hautkrebs heutzutage sehr kontrovers diskutiert. Die Sonne hat wahrscheinlich sowohl krebserzeugende wie auch krebsverhindernde Wirkung. Entscheidend ist wohl die kontrollierte Dosis. 

In der Haut finden wichtige chemische Prozesse statt – die Produktion von Vitamin-D3-Sulfat (eigentlich ein Prohormon) und Cholesterinsulfat durch Sonneneinstrahlung, UV-Licht, in der Oberhaut, wichtig für Gewebe und Zellen, wie z.B. für eine gesunde Entwicklung des Knochens. Im Winter ist das UV-Licht zur Produktion von Vitamin D in den nördlichen Breitengraden leider ungenügend und der Mangel kann durch Nahrungszusätze nicht vollständig ersetzt werden. Weltweit wird heutzutage ein «Sonnenschein-Vitamin-Defizit» festgestellt.

Ultraviolette Strahlung 

UV-A, langwellige Strahlen mit einer grösseren Eindringtiefe (1 mm), zerstören elastische und kollagene Fasern und begünstigen die Entstehung von Hautkrebs. Anders als UV-B-Strahlen werden UV-A-Strahlen nicht durch die Fensterscheiben absorbiert und haben immerhin noch 25% der Bestrahlungsstärke von draussen.

 

UV-B, kurzwellige Strahlen mit einer Eindringtiefe von 0.5 mm, bewirken die Hautbräunung, sind aber auch für den Sonnenbrand verantwortlich. Die krebserregende Wirkung von UV-B-Strahlen wird heutzutage kontrovers diskutiert. Es scheint, dass vor allem die UV-A-Strahlen den „schwarzen Hautkrebs“, das Melanom, auslösen, und dass UV-B-Straheln dieses eher verhindern. 

UV-C, sehr kurzwellige Strahlen, werden von der Ozonschicht grösstenteils weggefiltert. Durch die kontinuierliche Zerstörung der Ozonschicht wird der UV-C-Schutz jedoch abnehmen. UV-C-Strahlen dringen nur gering in die Haut ein und können Hautrötungen oder Augenentzündungen auslösen. 

Tipp: Untersuchen Sie regelmässig Ihren Körper nach verdächtigen und sich verändernden Pigmentflecken. Der Partner oder ein Handspiegel können bei der Kontrolle hilfreich sein. Achten Sie besonders auf dunkelbraune, dunkelblaue oder schwarze Pigmentmale, die plötzlich entstehen, rasch wachsen, ihre Form oder Farbe ändern, jucken oder gar bluten. Solche Hautflecken sollten Sie vorsichtshalber von einem Hautarzt inspizieren lassen. 

 

Hautkrebs – Gene oder Sonnenbrand  

Hautkrebs ist eine bösartige Wucherung der Hautzellen, die nicht absterben, sondern entarten und zu wuchern beginnen. Jede Zelle kann prinzipiell bösartig werden. Hautkrebs wird in zwei Arten unterschieden: in den gefährlichen schwarzen (Melanom, griech. melanos) und den hellen Hautkrebs.

Hautkrebs mag viele Ursachen haben. Die Aussage, dass vor allem der „schwarze“ Hautkrebs (Melanom) zu 90 Prozent auf das Konto der Sonnenstrahlen geht, ist nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen eher abwegig. Gene scheinen ein grösseres Risiko zu sein als ein Sonnenbrand. Regelmässige kurze, ungeschützte UV-B-Bestrahlung (zwischen 11 und 14 Uhr) scheint das Melanom-Risiko sogar zu senken. Das heisst aber nicht, dass wir mit den herrlichen Sonnenstrahlen unvorsichtig umgehen müssen. Gebräunte Haut mag erst mal attraktiv wirken, langfristig wird sie eher dünn und faltig. 

 

Hautkrebs durch Kosmetikprodukte 

 

 

Jahrelang hat die Kosmetikindustrie Angstkampagnen gegen Besonnung und Solarien gefördert und dazu beigetragen, dass viele Menschen aus Angst vor Sonnenstrahlen ihre Gesundheit durch zu wenig Sonne aufs Spiel setzen.  

Seit einiger Zeit kommen immer mehr Fakten ans Licht, die geeignet sind, die Geschichte von Kosmetik, Haut und Sonnenschutz neu zu schreiben. So wird vermutet, dass z.B. Feuchtigkeitscremes unter UV-Bestrahlung die Bildung von schwarzem Hautkrebs fördern. Oder dass Sonnenschutzmittel wahrscheinlich mehr schaden als nützen (Nanopartikel aus chemischen UV-Filtern, die das Erbgut von Zellen schädigen). Die übliche Beimischung von Vitamin A zerstört sogar das Vitamin D. 

 

Die Haut - eine Sonnenbatterie

 

Vitamin D3 wird in der Haut durch Sonneneinstrahlung aus Cholesterin synthetisiert. Cholesterin und Vitamin D haben eine praktisch identische chemische Struktur. Zellen in der Haut produzieren dank der Sonne Vitamin-D3- Sulfat aber auch Cholesterinsulfat. Viele Vorteile, die dem Vitamin D zugesprochen werden, sind die Verdienste des Cholesterinsulfats: Schutz für Gewebe und Zellen; z. B. wichtig für Haut, Blut, Lunge, Bauchspeicheldrüse (Schutz vor Diabetes). Cholesterinsulfat ist auch ein Prekursor (Vorläufer) für die Sexualhormone und spielt eine wichtige Rolle bei der Fettverbrennung. Nahrungszusätze aus Vitamin D und Sulfur können die Sonnenbatterie unserer Haut nur ungenügend speisen.

 

Was der Haut nützt

  • Reife Haut ist dankbar für ein möglichst mildes Duschbad – am besten mit reinem Wasser und möglichst wenig Seife oder Duschgel, das die Haut nicht austrocknet und ihr Feuchtigkeitsgleichgewicht erhält.

 

  • Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit Vorsicht. Nanopartikel aus chemischen UV-Filtern können Hautzellen schädigen, Allergien und sogar Krebs auslösen. Für kurze Zeit (15 – 30 Minuten) können Sie sich gut ungeschützt in der Sonne aufhalten. Bei längeren Aufenthalten wenden Sie einen Sonnenschutz aus der Naturkosmetik mit mineralischen Filtern an.

 

  • In den sonnenarmen Monaten braucht der Körper zur Bildung von Vitamin D neben Fett (Cholesterin!) viel Sulfur (Schwefel). Getreideprodukte, Obst, rohe Milch, Käse, Fisch, Fleisch, Meeresfrüchte und Gemüse versorgen Ihren Körper ausreichend mit Schwefel.

 

  • Apropos Vitamin-D-Zusätze: Trinken Sie keine mit Vitamin D angereicherte Milch, um die fehlende Sonne zu kompensieren, es ist nutzlos! Pasteurisierte Milch zerstört sogar dieses wertvolle Vitamin. Rohe Kuhmilch enthält das wertvolle Vitamin-D3-Sulfat.

 

  • Kurze UV-Strahlung aus der Röhre kann im Winter durchaus gesundheitsfördernd sein (zur Vorbeugung einer Depression beispielsweise), dennoch sollten Sie die Solarienbesuche auf ein Minimum beschränken. Wählen Sie nur qualitativ hochstehende Studios und passen Sie die Bräunungsdauer Ihrem Hauttyp an. Viele Röhren produzieren lediglich die bräunenden UV-A Strahlen. Die neue Generation der Geräte bieten heute zusätzlich vermehrt die für die Vitamin-D-Bildung wichtigen UV-B-Strahlen an. Informieren Sie sich beim Betreiber.

 

Was der Haut schadet 

  • Duschen Sie nicht mehr als einmal, täglich ausgiebig und schrubben Sie Ihren Körper nicht allzu viel mit Wasser und Seife ab. Beides entfernt den Lipidfilm, die Haut trocknet aus. Benutzen Sie nur qualitativ hochstehende und rückfettende Dusch- und Bade Öle.

 

  • Verwenden Sie keine Sonnencremes, welche Duftstoffe und Konservierungsmittel enthalten. Diese können bei gleichzeitiger UV-Bestrahlung allergische Hautreaktionen auslösen. 

 

  • Rauchen Sie nicht. Nikotin verengt die Blutgefässe, dadurch erreichen weniger Nährstoffe die Haut. Der Teint wird grau, fahl, verliert an Elastizität und altert schneller. 

 

  • Auch übermässiger Alkoholgenuss schädigt die Haut.

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