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11 Dec 2020

Das Herz- Beste Vorsorgestrategien

Das Herz- Beste Vorsorgestrategien

Anti-Aging ist eine weltweit praktizierte wissenschaftliche Disziplin mit dem Ziel, vorzeitige Alterungsprozesse und Alterskrankheiten beim Menschen zu verzögern, aufzuhalten oder gar umzukehren. Eine gesunde Lebensweise hat dabei immer erste Priorität.

Weltweit war die Lebenserwartung noch nie so hoch wie heute. Immer mehr Menschen erreichen ein höheres Alter. Der Wunsch gesund zu bleiben steht bei den meisten Leuten an erster Stelle und ist mittlerweile vielen wichtiger als Geld. Eine bewusste gesunde Lebensweise erhöht unsere Chancen, gesund und aktiv ein hohes Alter zu erreichen. In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Präventiv- und Anti-Aging Medizin, SSAAMP, präsentieren wir Ihnen in weiteren Ausgaben des Heilkunde Magazins die besten Strategien für eine gesunde Lebensweise mit praktischen Tipps für den Alltag, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

„Gesundheit kommt von Herzen, 
Krankheit geht zum Herzen.“ 
Russisches Sprichwort

Herz-Kreislauf - unser Versorgungssystem
In der Brust sitzt ein faustgrosser, im Leerzustand kaum mehr als 300 Gramm schwerer Muskel mit einer Leistungsfähigkeit von 0,0015 PS: das Herz. 

Doch dieser Muskel ist hochpotent. Pausenlos pumpt er das Blut bis in die allerkleinsten
Kreislauf-Gefässe– 300 Liter in der Stunde, fast 7000 Liter pro Tag. Kein Muskel des Menschen leistet mehr. Das Herz könnte problemlos viele Jahrzehnte lang pumpen, wäre nicht gerade dieses Leitungssystem so störanfällig. Wer Elastizität und Effektivität seiner Gefässe erhalten will, muss in Bewegung kommen und die Alarmsignale zu deuten wissen.

Der Motor des Lebens
Es schlägt 100000-mal am Tag, mehr als 36 Millionen Mal im Jahr. Zuverlässig versorgt das Herz jedes Organ des Körpers mit Sauerstoff und Energie. Mit jeder Kontraktion pumpt der Hohlmuskel Lebenssaft durch das 140 000 Kilometer lange Netz aus Schlagadern, Venen und feinsten Kapillaren in die Muskeln und inneren Organe. Dort, wo die Verästelungen nur noch einen Durchmesser von einem Hundertstelmillimeter haben, tauschen die Gewebe frischen Sauerstoff gegen Kohlendioxid, Nährstoffe gegen Abfallprodukte ihres Stoffwechsels.
Die Fläche für das eifrige Hin und Her ist 300 bis 500 Quadratmeter gross. In einem Bruchteil davon ist das System besonders empfindlich: an jenen Verästelungen des Gefässbaums, aus dem das Herz seinen Eigenbedarf an Atem-Gas und Energie deckt. 

Der kraftvolle Muskel, selbst höchst robust, braucht unentwegt Nachschub. Eine Unterbrechung führt zur klassischen Kardio-Katastrophe. Die typische Dramaturgie: In einer Schlagader des Herzens bildet sich ein Blutgerinnsel, wächst zu einem immer grösseren Thrombus heran, verstopft eines der Blutgefässe und schneidet so dem Herz die lebensnotwendige Versorgung ab. Im schlimmsten Fall schafft es noch ein paar schwache Schläge und bleibt dann für immer stehen.
 
Das ist die Schwachstelle einer ansonsten genialen Konstruktion. Das Herz besitzt zwar ein autonomes Erregungssystem, das es ohne Lenkung durch das Hirn schlagen lässt, sowie extra grosse Muskelzellen mit vielen Kraftwerken (Mitochondrien) für die Umwandlung von Nährstoffen in Energie. Leider hat ihm aber die Evolution kein Notstromaggregat mitgegeben.

Deshalb ist es auf Gedeih und Verderb dem störanfälligen Leitungsnetz des Blutkreislaufes ausgeliefert. 
Dessen Erkrankungen gehören zu den gefährlichsten der Gegenwart. Herzattacken, Schlaganfälle, Thrombosen, Embolien – keine andere Todesursache fordert hierzulande so viele Leben wie die mannigfaltigen Schäden am Herz- Kreislauf-System. Das sind fast die Hälfte aller Todesfälle. Doch wir sind dieser Gefahr nicht schutzlos ausgeliefert: Lebensstil, Gewicht, Ernährung und Bewegung, aber auch genügend Schlaf, haben einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Funktion von Herz und Kreislauf.

Das Herz braucht Bewegung
Wer sich vor Herz-Kreislauf- Problemen, Bluthochdruck und Infarkt schützen will, sollte auf sein Herz achten und seine Gefässe möglichst lange gesund erhalten. Herzinfarkte und Schlaganfälle treten oft ohne Vorzeichen und scheinbar bei voller Gesundheit auf. Sie sind aber letztlich nichts weiter als die Folge einer lange dauernden Gefässschädigung. Wer etwas für Herz und Gefässe tun will, muss lebenslang in Bewegung bleiben. Mit regelmässiger körperlicher Aktivität lassen sich schädliche Nebenwirkungen des Lebens in der Wohlstands- und Überflussgesellschaft wirksam korrigieren. Pulstreibende Anstrengung, zum Beispiel zügiges Radeln, Wandern oder Schwimmen, trainiert die Muskulatur der Blutgefässe optimal. 

Das verhindert nicht nur Bluthochdruck – einen der Hauptrisikofaktoren für Schlaganfall –, sondern beugt auch einem Herzinfarkt vor. Denn anpassungsfreudige Gefässe, die sich bei einer Mangeldurchblutung schnell erweitern können, werden nicht so leicht durch Blutgerinnsel verstopft wie jene, die durch exzessives Nichtstun unflexibel geworden sind.
 
Bluthochdruck - die schleichende Gefahr
Jeder fünfte Mensch leidet an Bluthochdruck (Hypertonie).
Bluthochdruck spürt man nicht. Trotzdem schadet er den Gefässen. Denn ein zu hoher Blutdruck ist Schwerstarbeit für das Herz. Ohne Behandlung verdicken und verhärten sich die Arterien, und der anhaltende Druck schädigt auf die Dauer die Nieren. Das bleibt nicht ohne Folgen– das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko erhöht sich um ein Vielfaches. 
Blutdruckwerte:
 
 
Gefährlicher Qualm
Rauchen ist ein rabiater Herz-Kreislauf-Killer. Zigarettengifte verengen nicht nur die kleinsten Schlagaderäste (Arteriolen), sie erhöhen auch den Blutdruck und die Gerinnungsneigung des Blutes. Die Arteriosklerose wird so gefördert und auch die Innenauskleidung der Arterien nachhaltig geschädigt. Nikotinabhängige, die mehr als eine Schachtel Zigaretten am Tag konsumieren, haben ein doppelt so hohes Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, wie Nichtraucher.
 
Arteriosklerose - es wird eng in den Gefässen
Unter Arteriosklerose versteht man die Verkalkung der Arterien. Infektionen, Entzündungen und Giftstoffe wie Nikotin schädigen die Gefässinnenwände. An diesen Stellen setzen sich Fettstoffe ab. Lagert sich anschliessend in diese Plaques Kalzium ein, verkalken sie, und die Gefässwände werden zunehmend dicker und weniger elastisch. Das hat zur Folge, dass die Arterien immer weniger durchgängig werden. Sind die Herzkranzgefässe, die das Herz selbst versorgen, arteriosklerotisch verändert, spricht der Arzt von einer koronaren Herzerkrankung.
 
Schützt Rotwein das Herz?
Alkohol und gewisse Pflanzenstoffe (Resveratrol) im Rotwein verbessern die Blutzirkulation und Blutfettwerte. Frauen sollten nur ein Glas Rotwein pro Tag trinken und Männer nicht mehr als zwei. Denn ab einer bestimmten Menge heben die negativen Folgen (Alkohol) die positiven Effekte (Resveratrol) wieder auf. Schweizer Rotweine (Pinot Noir, Gamay) haben einen besonders hohen Resveratrolgehalt.
 
Erhöhte Blutfette
Cholesterin ist ein lebenswichtiger Baustein für die Zellen. Ist jedoch zu viel Cholesterin im Blut, wird es in die Wand der Blutgefässe eingelagert, und die Arteriosklerose nimmt ihren Lauf. Wichtig ist nicht nur die Höhe des gesamten Cholesterins im Blut (Optimalwert < 200 – 220 mg/dl Blut). Man unterscheidet auch das schädliche LDL-Cholesterin (Optimalwert < 130 mg/dl Blut) und das günstige HDL-Cholesterin (Optimalwert > 40 mg/ dl Blut). Die Blutfettwerte sollten ab dem 35. Altersjahr regelmässig kontrolliert werden.
 
Ab welchem Alter macht ein Herz-Check Sinn?
Ohne Herzbeschwerden und Risikofaktoren ist ein erster Test zwischen 40 und 45 Jahren angesagt. Wer raucht, übergewichtig ist oder sich nur wenig bewegt, sollte sein Herz bereits zwischen dem 35. Und 40. Lebensjahr überprüfen lassen. Das gilt auch für Menschen, bei denen es in der Familie Herzerkrankungen gibt, insbesondere Infarkte.
 
Bei welchen Beschwerden sollte man einen Arzt aufsuchen?
Wer unter einem Druck- oder Spannungsgefühl leidet, das mit Atemnot einhergeht, sollte zum Arzt. Bei akutem, meist brennendem Schmerz hinter dem Brustbein, verbunden mit heftiger Atemnot, Schweissausbrüchen und Übelkeit, muss sofort ein Notarzt gerufen werden. Denn das können Alarmzeichen eines Herzinfarkts sein. Weitere, für einen Herzinfarkt typische Symptome sind Schmerzen im Bauchraum (vor allem bei Frauen), im Rücken, im linken Arm und der linken Hand sowie im oberen Bereich der Schultern. Diese Schmerzen können bis in den Unterkiefer ausstrahlen.
 
Was dem Herz nützt
Bewegen Sie sich regelmässig, wenn möglich täglich. Wer pro Woche etwa 2 000 Kilokalorien bei sportlichen Aktivitäten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen verbraucht, kann sein Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken, mindestens halbieren.
Achten Sie auf ein normales Körpergewicht. Viele Übergewichtige haben nicht nur einen erhöhten Blutdruck, sondern auch einen hohen Blutzuckerspiegel. Das steigert nicht nur das Risiko für Diabetes, sondern schädigt auch die Innenwände der Blutgefässe.
Geben Sie dem Stress keine Chance! Stress schädigt nicht nur das Immunsystem, sondern wirkt sich direkt schädigend auf die Blutgefässe aus. Dadurch wird die Entwicklung von Arteriosklerose begünstigt.

Geniessen Sie so oft wie möglich die Sonne. Die ultravioletten Strahlen (UVA und UVB) produzieren nicht nur das wichtige Vitamin D (UVB Strahlen) sondern senken das Cholesterin, den Blutdruck und sogar den Blutzucker (UVA Strahlen). Informieren Sie sich über Warnzeichen, mit denen sich Herz-Kreislauf- Erkrankungen ankündigen können – und lassen Sie sich gegebenenfalls untersuchen.
 
Was dem Herz schadet
Nicht rauchen! Rauchen führt nicht nur zum Ansteigen des Blutdrucks und der Herztätigkeit, sondern bewirkt auch eine akute Verengung der Blutgefässe (Gefässverkalkung der Arterien des Herzens, Gehirns und der Gliedmassen). Lebensgefährliche Gefässverschlüsse sind häufig die Folge.
Frauen, die regelmässig 10 oder mehr Zigaretten pro Tag rauchen, sollten nicht mit der Pille verhüten. Die Kombination Zigarette/Pille erhöht das Infarktrisiko um ein Vielfaches. etzen Sie sich keinen sportlichen Extrembelastungen aus (wie Marathonläufen usw.) ohne vorherige ärztliche Untersuchung. Sie müssen Ihre Grenzen kennen. Während moderate körperliche Aktivität vor dem Risiko eines Herzinfarkts schützt, steigern intensive körperliche Anstrengungen das Kurzzeitrisiko für einen Infarkt. Insbesondere unmittelbar nach einer überstandenen Infektionskrankheit (Grippe).
Lassen Sie sich keine Medikamente für den Dauergebrauch verschreiben, ohne sich genau über die Nebenwirkungen zu informieren. Einige Mittel – etwa gegen Wechseljahrbeschwerden oder Depressionen– können Herzrhythmusstörungen oder Thrombosen bewirken und das Infarktrisiko erheblich erhöhen.
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