Wie schützen wir uns am besten vor einer SARS-CoV-2 Infektion? - Lindarenmed

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06 Nov 2020

Wie schützen wir uns am besten vor einer SARS-CoV-2 Infektion?

Wie schützen wir uns am besten vor einer SARS-CoV-2 Infektion?

Wie schützen wir uns am besten vor
einer SARS-CoV-2 Infektion?

Interview mit Gesundheitswissenschaftler
Dr. Karl J. Neeser, PhD.


Karl J. Neeser, PhD, geboren 1947, ist einer der führenden Anti-Aging-Wissenschaftler der Schweiz und Autor mehrerer Anti-Aging Bücher. Er ist Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Anti-Aging-Medizin und Prävention, SSAAMP, und wissenschaftliches Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für angewandte Präventivmedizin, I-GAP. Er wohnt in Männedorf und ist in Europa und in Asien tätig, wo er in verschiedene Forschungsprojekte involviert ist.

Hygiene- und Verhaltungsregeln wie Händewaschen, Abstand halten, Maskentragen oder Contact Tracing sind ein wichtiger Schutz vor Infektionen mit COVID-19. Welche Präventionsmassnahmen können wir noch zusätzlich ergreifen?
COVID-19 ist eine Infektionskrankheit, eine virale Erkrankung. Die vom Bundesamt für Gesundheit vorgeschlagenen Massnahmen machen teilweise Sinn, sind jedoch keine Garantie für den Schutz vor einer Ansteckung.
Denn der Schlüssel zur Prävention von Infektionskrankheiten wie COVID-19 ist immer unser Immunsystem, das körpereigene Abwehrsystem. Es bekämpft Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten, eliminiert Fremdstoffe und schützt den Körper vor Krankheiten. Es ist sozusagen unser innerer Doktor – und wert, gehegt und gepflegt zu werden.
Ein starkes Immunsystem ist bei allen Infektionskrankheiten, auch bei der saisonalen Grippe, der entscheidende Schutzfaktor, nicht nur bei COVID-19. Und wir können selber sehr viel zur Stärkung unseres Immunsystems beitragen.
Indem wir unsere Nahrung mit wertvollen, qualitativ hochstehenden und vitalstoffreichen Nahrungsergänzungsmitteln anreichern. Leider wurde dies bisher von den Behörden nie kommuniziert.

Wie können wir denn unser Immunsystem stärken?
Mit dem Alter wird unser Immunsystem immer schwächer, deshalb sind die Älteren bei Infektionserkrankungen besonders gefährdet. Wir wissen heute jedoch, was für ein gesundes und starkes Immunsystem bis ins hohe Alter entscheidend ist. Es ist wissenschaftlich untermauert, dass eine gesunde
Lebensweise – ausgewogene vitalstoffreiche Ernährung, regelmässige körperliche Betätigung, genügend Schlaf und Erholung, Alkohol- und Tabakabstinenz – unsere körpereigenen Schutzmechanismen wirkungsvoll unterstützt und auf diese Weise Krankheiten vorbeugt und bekämpft, die Gesundheit erhält und das Leben verlängert. Und das ist auch für COVID-19 von entscheidender Bedeutung.

Warum sind aber auch immer mehr junge Leute, deren Immunsystem doch jung und stark sein sollte, immer mehr vom Virus betroffen?
Das trifft zu, doch die meisten Jüngeren haben keine oder nur sehr schwache Symptome und überstehen eine Ansteckung problemlos. Schwere Krankheitsverläufe oder sogar Todesfälle sind in der Regel selten, aber da muss man genau hinsehen. Oft liegen dann nämlich Umstände vor, die mit dem Virus allein nicht erklärbar oder multifaktoriell sind. Wir wissen heute, dass eine unausgewogene Ernährung und die Umweltgifte unser Immunsystem stark schwächen können, dann auch Krankheiten oder Medikamente, wie zum Beispiel Antibiotika, wo bereits eine einmalige Gabe unsere Abwehrfunktion schwächt. Auch Sportler, welche hochintensives Training im anaeroben Bereich – unter Sauerstoffdefizit – betreiben, schwächen ihr Immunsystem für Stunden, und Viren haben dann leichtes Spiel.

Apropos Vitalstoffe: Mehr denn je werden auch Pflanzliche Arzneimittel oder Vitamin D zur Stärkung des Immunsystems und Schutz vor COVID-19 empfohlen. Was halten Sie davon?
Leider gibt es aus dem Ausland Anbieter von minderwertigen pflanzlichen Produkten, welche oft mit pseudowissenschaftlichen Annahmen bestückt sind. Ganz anders sieht es bei qualitativ hochstehenden Produkten mit Vitamin D aus, da gibt es mittlerweile zigtausende Studien weltweit.
Vitamin D ist ja eigentlich kein Vitamin, sondern ein Hormon, und gehört zu den wichtigsten Mediatoren unseres Nerven-, Stoffwechsel- und Immunsystems, steuert auch die innere Balance hormoneller Prozesse. In den letzten zehn Jahren wurde ein Vitamin-D- Mangel in vielen Studien als Risikofaktor für Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Autoimmunerkrankungen oder Krebserkrankungen nachgewiesen. Neben diesen nicht übertragbaren Krankheiten spielt Vitamin D auch eine besondere Rolle in der Prävention und Therapie von Infektionserkrankungen.
Es ist auch bekannt, dass die natürliche Versorgung mit Vitamin D im Alter und bei abnehmender Sonnenbestrahlung (UV- Bestrahlung bildet Vitamin D in der Haut) durch die Sonne im Winter abnimmt. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür, dass der erste Ausbruch von COVID-19 in Mitteleuropa und in der westlichen Zivilisation im Winter zur hohen Sterblichkeitsrate bei älteren Erwachsenen beigetragen hat.

Vitamin D stärkt also unser Immunsystem?
Da gibt es heutzutage keine Zweifel mehr. Vitamin D ist wahrscheinlich der beste Antrieb für unser Immunsystem, welches aus einem angeborenen und einem erworbenen (adaptivem) Anteil besteht. Die aktive Form von Vitamin D, Calcitriol, reguliert mehrere angeborene und adaptive Immunreaktionen.
Praktisch alle Immunzellen, B- und T-Zellen, Neutrophilen, Makrophagen (weisse Blutkörperchen) und dendritische Zellen haben Vitamin-D-Rezeptoren.
Als anti-entzündliche Wirkung reduziert Vitamin D zum Beispiel die B-Zell-Proliferation, blockiert die B-Zell-Differenzierung sowie die Immunglobulin-Sekretion.
Auf der anderen Seite wirkt Vitamin D grundsätzlich modulierend auf die angeborene Immunität. Calcitriol fördert die Differenzierung und antimikrobielle Wirkung von Makrophagen und Monozyten, wichtige Zellen bei der Bekämpfung von Krankheitserregern wie Viren.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Vitamin D und COVID-19?
In verschiedenen klinischen Studien wurde ein Vitamin-D Mangel mit Infektionen der oberen Atemwege, einschliesslich der epidemischen Influenza, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und allergischem Asthma in Verbindung gebracht.
Bei Kindern mit schwerem Vitamin-D-Mangel führte die Gabe von Milch, die mit Vitamin-D angereichert ist, zu einer signifikanten Reduktion akuter Atemwegsinfektionen.
In einer schwedischen Studie an immunschwachen Patienten bewirkte eine tägliche Einnahme von 4000 IE Vitamin D3 über ein Jahr hinweg eine signifikante Verringerung der Infektionssymptome. In anderen Studien wies die Prävalenz von Atemwegsinfektionen ein starkes saisonales Muster auf. Bei schweren Krankheitsverläufen von COVID-19 kommt es zu Lungenentzündungen, akutem Atemnotsyndrom und Lungenödemen. Die Ursache dafür ist ein gestörtes Renin-Angiotensin-System im menschlichen Körper. Studien haben gezeigt, dass Vitamin D dieses System reguliert und so in der Lage ist, akute Lungenschädigungen zu lindern.

Welche Dosierung ist zur Prävention von COVID-19 ratsam?
Die Bedarfsdeckung von Vitamin D über unsere täglichen Lebensmittel ist relativ gering, Vitamin D ist nur in wenigen Nahrungsmitteln in nennenswerten Mengen enthalten.
Ausreichend für die körpereigene Bildung von Vitamin D – UV-B Sonnenstrahlen regen in der Haut die Bildung von Vitamin D an – kann bei uns im Sommerhalbjahr das Sonnenlicht sein.
Von Oktober bis April ist die Sonne bei uns leider zu schwach. Vitamin D über Präparate (Vitamin-D3 Tropfen, Tabletten oder wie bei Lindaren med in den OMEGA 3 D3 Plus Kapseln) zuzuführen, ist deshalb meistens notwendig.
Um das Infektionsrisiko zu verringern, wird für Menschen mit einem Risiko für Influenza und/oder COVID-19 die Einnahme von 5.000 bis 10.000 IE/Tag Vitamin D3 für 3 bis 4 Wochen empfohlen, gefolgt von 2.000 bis 3.000 IE/Tag. Ziel sollte es sein, den Vitamin-D-Spiegel (25-OH-D-Konzentrationen im Blut) auf über 40 – 60 ng/ml, bzw. 100 – 150 nmol/l anzuheben.
Für die Behandlung von Menschen, die sich mit COVID-19 infizieren, könnten sogar höhere Vitamin-D Dosen nützlich sein.

Was empfehlen Sie neben dem Vitamin D noch zusätzlich?
Auch Vitamin C, E und Zink unterstützen die gesunde Immunabwehr, allerdings nicht in dem Mass wie Vitamin D.
Dann ist auf jeden Fall genügend Schlaf von Bedeutung. Schlafmangel reduziert die Antikörperantwort. Das Immunsystem arbeitet im Schlaf auf Hochtouren und schüttet viele immunaktive Stoffe aus. Infektionen wie COVID-19 können so sehr gut bekämpft werden.
Heute wird leider viel Geld in Medikamente und Impfstoff-Forschung gesteckt und das Gesundheitswesen versäumt es, auf Vitamin D-, Sonnen-, Schlafmangel und gesunde Ernährung
hinzuweisen. Es ist für mich auch höchst fragwürdig, warum Virologen, trotz weltweit über zigtausenden von Vitamin-D-Studien, stumm bleiben. Aber das Wichtigste ist zu wissen, dass wir selber viel zu einer Stärkung unseres Immunsystems und damit zum Schutz vor Infektionskrankheiten wie COVID-19 beitragen können.
Wir sollten deshalb unsere Gesundheit nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern mit einer gesunden Lebensweise pflegen.

Wie sieht es mit der zweiten Welle aus?
Wir müssen in den nächsten Monaten eher mit mehreren kleineren Wellen rechnen. Die Anzahl der Infektionen hängt natürlich auch von der Anzahl der Tests ab. Je mehr Tests, desto höher die Infektionsrate. Und wir werden uns darauf einstellen müssen, noch einige Zeit mit diesem Virus zu leben.
Leider hat COVID-19 eine unheimliche und ungerechtfertigte Dynamik aufgenommen, unterstützt von den Medien. Das Virus hat die Welt ins Taumeln gebracht, und sie hat Mühe wieder herauszukommen.
Wir sollten jedoch nicht nervös in die Zukunft wanken. Wir werden lernen und gestärkt aus dieser Krise herauskommen. Aber vorerst müssen wir uns gedulden und optimistisch in die Zukunft blicken und keine Angst haben, oder noch besser, die Weltgesundheitsorganisation, WHO, endlich öffentlich erklärt, dass Corona nichts anderes als eine von vielen Krankheiten ist, an denen wir Menschen leider auch sterben können – wie es immer schon war.

Das Hormon Vitamin D
Vitamin D ist ein Hormon, ein Steroidhormon, welches der Körper selbst produzieren kann. Steroidhormone beeinflussen ganz verschiedene lebenswichtige Prozesse.
Fast alle Körperzellen haben auf ihrer Oberfläche einen Rezeptor für Vitamin D, über den seine hormonartige Wirkung vermittelt wird. Die meisten menschlichen Gene werden von Vitamin D kontrolliert – das ist enorm und zeigt, wie wichtig Vitamin D für unsere Gesundheit ist.
Vitamin D ist in kleinen Mengen in bestimmten Lebensmitteln enthalten, vor allem in solchen tierischen Ursprungs. Fettreiche Fische, wie Makrele, Lachs oder Hering sind gute Vitamin D-Lieferanten. Etwas weniger Vitamin D kann man aus Leber, Innereien oder Eiern beziehen. Milch und Milchprodukte enthalten nur kleine Mengen Vitamin D. Auch als Nahrungsergänzungsmittel ist das Vitamin D erhältlich. Etwa 80% bis 90% unserer wichtigsten Vitamin-D-Reserven stellt uns die Sonne zur Verfügung, in unseren Breitengraden allerdings nur im Sommerhalbjahr.
Es wird produziert, wenn ultraviolette Strahlen, UV-B Strahlen der Sonne, auf die Haut treffen und die Vitamin-D-Synthese auslösen. Vitamin D, das durch Sonneneinstrahlung, Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel gewonnen wird, ist biologisch untätig (inert) und muss immer erst aktiviert werden.
Zuerst wandelt die Leber Vitamin D in 25-Hydroxyvitamin D [25 (OH) D], in Calcidiol um. Dann bildet die Niere das physiologisch aktive 1,25-Dihydroxyvitamin D [1,25 (OH) 2D], das Calcitriol. Die Synthese von Calcitriol ist nicht auf Nierenzellen beschränkt, sondern kann auch in Haut-, Prostata-, und Krebszellen stattfinden.

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