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26 Nov 2020

Kräuterkunde – Heilpflanze Salbei

Kräuterkunde – Heilpflanze Salbei

Salbei (Salvia officinalis) ist eine der ganz grossen Heilpflanzen. Schon sein lateinischer Name weist auf die heilenden Wirkungen hin: „salvare“ = heilen, „officinalis“ = arzneiliche Wirkung.

Benediktinermönche brachten diese Pflanze, die ursprünglich ein Kind des Südens ist und aus dem Mittelmeergebiet abstammt, über die Alpen in unse- re Gegenden. Auch im antiken Griechenland wurde der Salbei sehr geschätzt. Sie rühmten ihn als blutstillend, harntreibend, stärkend und menstruations- fördernd. Die Salbeipflanze gehörte neben dem Wermut und der Wachol- derbeere zu den von Pfarrer Kneipp am meisten in Anwendung gebrachten Heilkräutern. Der Salbei findet schon früh seinen Einzug in die Literatur. Von den alten Griechen, über Hildegard von Bingen und Paracelsus bis heute wird immer wieder über die vielen wunderbaren Wirkweisen des Salbeis berichtet.

Ein geflügeltes Wort der mittelalterlichen Schule von Salerno sagt: »Warum sollte ein Mann sterben, der Salbei in seinem Garten hat?» Hier wird wohl auf das ätherische Öl hingewiesen, dem eine schützende und rettende Eigenschaft attestiert wird. Auch sagt man dem Salbei nach, dass er die Fortpflan- zung stärken soll und ein wahres Wundermittel und ein Elixier für eine Lebensverlängerung sei. Albertus Magnus wusste schon, dass die Götter nach dem Ver- zehr von Salbei unsterblich wurden. Es gibt unterdes- sen auch neue Erkenntnisse, die den Blütenessenzen des echten Salbeis ganz andere Wirkungen zutrauen. Der be- kannte holländische Heilprak- tiker Albrodt sagt nämlich, dass diese Essenzen die Perspektive lockern und erweitern, von alten festen Mustern befreien und somit Platz machen für neues Erleben.

Von den ca. 850 bis 900 verschiedenen Salbeiarten wird in der traditionel- len europäischen Naturheilkunde (TEN) der Salvia officinalis verwendet. Dank einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen duftet er sehr intensiv. Diese Öle glänzen aber vor allem durch eine durchblutungssteigernde Wirkung auf ver- schiedenste Organe, insbesondere aber den ganzen Verdauungsapparat, die Nieren und die Gebärmutter. 

Aus diesem Grund nimmt der Salbei auch einen wichtigen Platz in der Frauen- heilkunde ein. Dank seiner anregenden Wirkung auf die Funktion der Eierstö- cke, hilft er bei Störungen der Periode, besonders bei zu seltener oder schwa- cher. Da er milchbildungshemmend wirkt, ist er für ein sanftes Abstillen (1-2 Tassen Tee pro Tag) sehr zu empfehlen. Allerdings enthält das Öl auch das giftige Thujon, weshalb von einem Dauergebrauch abzuraten ist. Schwangere oder stillende Frauen sollten bis zum Abstillen ganz auf Salbei verzichten. Der Einsatz im spagyrischen Bereich ist allerdings jederzeit bedenkenlos.

Ebenfalls ist erwiesen, dass der Salbei eine antimikrobielle Wirkung hat und somit via Spülung auch sehr geeignet ist bei einem Scheidenpilzleiden oder Herpes. Aufgrund seiner Bitterstoffe wird er gerne bei dyspeptischen Be- schwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Entzündungen der Darmschleim- haut und auch Diarrhöen eingesetzt.

Speziell bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich, z.B. bei Blutungen des Zahnfleisches oder bei geschwürigen Prozessen, wie Paradontitis, Para- dontose, wird der Salbei sehr erfolgreich eingesetzt. Diese Probleme sind am häufigsten durch bakteriellen Befall verursacht und können sogar auf den Kie- ferknochen übergreifen und dazu führen, dass die Zähne sich lockern und ausfallen. Heute weiss man, dass sich eine Parodontitis auch negativ auf die Allgemeingesundheit auswirken kann. In der Naturheilkunde sind die Wech- selwirkungen zwischen den Zähnen und inneren Organen bekannt. Sie desta- bilisieren langsam und schleichend das Immunsystem, das vegetative Steue- rungssystem sowie die Leistungsfähigkeit und Widerstandskraft aller Organe. Viele chronische Erkrankungen (funktionelle Beschwerden an Gelenken und Muskeln, neuralgische Beschwerden, Migräne und Kopfschmerzen, Herzer- krankungen, Multiple Sklerose, Krebs, Diabetes, etc.) können oft erst aushei- len wenn so ein Störfeld beseitigt ist! 

Es ist selbstverständlich, dass eine Heilpflanze wie der Salbei mit so wech- selvoller Auswirkung bei den verschiedenartigsten Stoffwechselerkrankungen herangezogen wird. Zur Behandlung von Gicht, Rheumatismus, Fettsucht und Diabetes, aber auch verschiedenster nervösen Störungen, die sich im Gefol- ge solcher Krankheitszustände einstellen, kann man den Salvia officinalis mit Recht empfehlen. 

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