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13 Oct 2021

Die Gefahr von Übergewicht & Diabetes Typ 2

Die Gefahr von Übergewicht & Diabetes Typ 2

Sowohl Übergewicht als auch Diabetes gelten als sogenannte Zivilisationskrankheiten – Tendenz steigend. Das Wissen um die Folgen sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung und Politik sind darum besonders wichtig.

In der Schweiz sind 40% der Erwachsenen übergewichtig und 10% leiden an Adipositas (krankhafte Fettleibigkeit), das heisst: 50 % der erwachsenen Bevölkerung bringen zu viel Gewicht auf die Waage. Damit ist Adipositas die häufigste chronische Krankheit des 21. Jahrhunderts. Übergewicht und Adipositas sind die direkte Ursache für eine Reihe von Folgeerkrankungen. Neben Herzinfarkt, Hirnschlag, Krebs, Bluthochdruck, Fettstoffwechsel-Störungen ist die häufigste Krankheit der Diabetes mellitus Typ 2. 

Wer erkrankt an Diabetes?

Die Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus äussert sich in einem zu hohen Blutzuckerspiegel und muss behandelt werden. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Diabetes Typ 1, einer Autoimmunerkrankung, die vorwiegend bei jüngeren Menschen auftritt und nicht in Zusammenhang mit Übergewicht steht, und dem Diabetes Typ 2 – 90% der Diabetesbetroffenen in der Schweiz – bei dem Übergewicht, Fettleibigkeit, schlechte Ernährung sowie Bewegungsmangel zu den Hauptursachen zählen. Es erkranken auch immer mehr Kinder und Jugendliche an Diabetes Typ 2, was auf einen ungesunden Lebensstil der Gesellschaft zurückzuführen ist. Statt Sport, stehen sitzende Beschäftigungen vor dem Computer im Vordergrund. Hinzu kommen eine ungesunde Ernährung und in der Folge das Übergewicht. Das Risiko an einem Typ- 2-Diabetes zu erkranken, steigt ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 27 um 100 Prozent an. 

 

 

Vom Bauchfett zum Diabetes – «Diabesity» 

Die Gefahr geht vor allem vom übermässigen Bauchfett aus, dem Viszeralfett. Es kann zu Insulinresistenz führen und damit zu Diabetes. Die Körperzellen sprechen immer schlechter auf das lebenswichtige Hormon Insulin an, sodass eine Behandlung mit Tabletten oder Insulin nötig wird. In Amerika hat sich bereits der Fachbegriff «Diabesity» etabliert, kombiniert aus «Diabetes» und «Obesity» (englisch für Adipositas). Die wichtigste Massnahme gegen Diabetes Typ 2 ist daher die Gewichtsreduktion. 

Vom Diabetes zum Herzinfarkt 

Durchschnittlich vergehen sieben Jahre bis ein Diabetes Typ 2 diagnostiziert wird. Dies hängt damit zusammen, dass im Frühstadium kaum äusserliche Anzeichen und Symptome auftreten. Die Diagnose wird häufig erst gestellt, wenn erste Komplikationen der Diabeteserkrankung wie schlecht heilende Wunden oder Sehstörungen auftreten. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte aufgrund eines Diabetes schädigen die Blutgefässe und führen zu Durchblutungsstörungen. Nervenzellen und Organe werden in der Folge nicht mehr richtig versorgt. Der unbehandelte oder schlecht eingestellte Diabetes führt so zu Nerven-, Nieren und Augenschäden sowie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie dem Herzinfarkt.

Bewegung ist die beste Medizin

Mehr Bewegung kann uns vor einem Diabetes Typ 2 bewahren und senkt die Sterberate bei Diabetesbetroffenen um fast die Hälfte. Doch welche Art von Bewegung hilft?

  • Aktivitäten mit moderater Intensität, bei denen Sie etwas ausser Atem geraten, leicht zu schwitzen beginnen oder etwas Herzklopfen verspüren, sich aber nicht überanstrengen. Idealerweise sollten solche Aktivitäten mindestens 150 Minuten pro Woche dauern, verteilt auf mindestens drei Tage.
  • Empfohlen wird ein aerobes Training, d.h. eine wiederholte, kontinuierliche Bewegung grosser Muskelgruppen. Dazu gehören Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Joggen oder auch Schwimmen. Bei Personen mit bereits diagnostiziertem Diabetes Typ 2 reduziert der regelmässige aerobe Energieverbrauch den Langzeitblutzucker (HbA1c), die Blutfette, den Blutdruck, die Insulinresistenz sowie auch die Sterberate nachweislich.
  • Bauen Sie Bewegung fest in Ihren Alltag ein mit Treppensteigen, Spaziergängen, usw.
  • Setzen Sie sich kleine, erreichbare Ziele, je nach körperlicher Verfassung.
  • Beachten Sie, dass körperliche Aktivität nicht nur hilft, körperlich gesund zu bleiben, sie steigert auch die Lebensqualität. Beim Wandern oder Radfahren in der Natur ist immer auch Platz für Erlebnisse und Begegnungen. Diese sind für unsere Gesundheit ebenso wichtig und motivieren.

 

 

Aktiv werden und vorbeugen

Um schlimme Folgeerkrankungen und massive Einschränkungen der Lebensqualität zu verhindern, bleibt in erster Linie der Appell an die Selbstverantwortung jedes einzelnen. Durch bewusstes Verhalten, kombiniert mit Information und Aufklärung, kann die Entstehung von Übergewicht und Adipositas sowie Folgeerkrankungen reduziert werden und ein Diabetes erst gar nicht oder viel später auftreten. Der Kampf gegen Übergewicht und das Halten des reduzierten Körpergewichts sind eine lebenslange Aufgabe, die mit der einfachen Formel «weniger essen – mehr bewegen!» nicht immer zu lösen ist. 

Wer die Grenze zur ausgeprägten Adipositas (BMI grösser als 30) einmal überschritten hat, kommt ohne fachliche Unterstützung und Hilfe mit einer «Diät» und mehr körperlicher Aktivität meist nicht zum Ziel. Da bleibt am Ende oft nur ein chi-rurgischer Eingriff, die Operation am Verdauungstrakt, sei es der Magen-Bypass oder der Schlauchmagen. Ein solcher Eingriff ist allerdings die letzte Option. 

Nebst der Selbstverantwortung würden auch klare Auflagen an Lebensmittelproduzenten und Vermarkter zur Reduktion von «dickmachenden» Nährstoffen wie zum Beispiel Zucker und Fett in den Lebensmitteln helfen, chronischen Erkrankungen wie Diabetes vorzubeugen. 

 

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